Am Sonntag Morgen bin ich hinausggangen um mir selbst in der Wärme des Sommers zu begegnen. Ich schenkte mir selbst diesen Moment und ein kleines Ritual um etwas in mir zu erneuern, mich zu erinnern, das es da einen tiefen, sanften Fluss in mir gibt, gespeist aus Leben, aus Liebe. Auf meinem Weg sammelte ich schönste Blüten, die mich an die Schönheit meines Weiblichen Seins tief in mir erinnerten.
Nichtwissend wo mein Platz sein wird, kreiste ein Storch unlängst über mir – und so folgte ich ihm. Er landete in einem großen Baum neben einer Wiese, auf der Kühe weideten und so zog es mich an den Bach unweit daneben. Geschützt im Schatten uralter Bäume nahm ich Platz und lauschte dem sanften plätschern eine ganze Zeit. Segensworte tauchten in mir auf die ich sprach, alles um mich wurde Zeuge – und so schenkt ich mir selbst und gleichzeitig dem Leben, allem was mich umgab, diesem Platz, dem größeren um mich, was ich empfangen habe und schenkte es unendlich dankbar dem Wasser. Ich fühlte das das Leben mich atmet, das ich Teil bin von etwas viel viel größerem, weiserem, höherem, verbunden mit dem Leben selbst. Etwas in mir erinnerte sich, webte sich ein in diesen einen Moment und etwas in mir und um mich herum begann zu leuchten.
Als ich von meinem Platz hervorkam, kreisten zwei weitere Störche über mir und landeten auf der Wiese, wo die Kühe bereits Schatten unter dem großen Baum gesucht hatten – und auch der eine Storch von vorher gesellte sich zu den anderen dazu.
Ich beobachtete ihre Anmut, ihre Schönheit und wie sie da durch die Wiese wateten und zwischen Kühen und allem Lebendigen so wundervoll klapperten noch eine ganze Weile.
Dankbar für diesen Moment der Verbundenheit, des Lebens, der Nähe, der Berührung, der Erinnerung, des Seins, des Segens und Atmens ging ich dankbar nach Hause, noch immer ich und doch veränderter als vorher, sanfter, fließender, freier. Alles ist da in jedem einzelnen Moment. DANKE.








