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In dieser besonderen Nacht feiern wir in einem tiefen und Ursprünglichen Sinn, die allem Leben innewohnende Extase, Fruchtbarkeit, Sinnlichkeit, die Kraft der Verschmelzung von männlich und weiblich, die Nacht wo sich das Leben in sich selbst ergießt.

Aus dem Schoß der Erde kommt ein tiefer Ruf nach Lebendigkeit, nach Sinnlichkeit, nach Freude. Die Erde ist fruchtbar und bringt alles in einer unfassbaren Fülle ins Sichtbare, keinem Auge bleibt es verborgen, wir sind Schauende, Töchter und Söhne der Erde, die ihren Ruf hören. Die Glut ist entfacht, das Feuer das im inneren der Erde lodert, möchte auch in uns etwas entzünden, das uns erinnert an unsere Wildheit und Schönheit, uns mit dem Rhythmus der Erde zu verbinden, wild zu stampfen und zu tanzen, frei und ungezwungen, wie einst. Wir sind das Feuer von Beltane selbst, es gebiert sich in uns, steigt aus unseren Knochen empor und möchte uns ganz entfachen und einladen uns selbst sein zu lassen.

Die wehenden Bänder des Maibaums erinnern uns daran, uns zu verbandeln mit dem alten Lied einer neuen Zeit. Der Stamm, ureinst als Phalluns, mit dem schönsten Kranz der heiligen Vulva vereint in die Erde gesteckt als Geschenk, ein uraltes Fruchtbarkeitssymbol, der Segen und Frucht schenken sollte.

Erinnern wir uns an die heilige Symbolik darin die uns etwas tiefes über uns selbst lehren möchte. Das heilige Weibliche und das heilige Männliche in tiefer Hingabe und Achtung miteinander, sich verschenkend, sich erkennend.

Sie trinken vom Nektar des Lebens selbst um etwas Höheres als sie selbst es sind zu gebären. Sie gehen durch das Tor einer neuen Zeit wo sie von ihrem höherem Wirken empfangen werden und eine neue Zeit gebären.

Ein wunderbare Maiennacht uns allen.

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