Heute Morgen hat es mich in den Wald gerufen, ja, ich hätte viel zu tun, doch ich folge diesem rufen, denn ich weiß es ist wichtig, es ergreift mich und alles in mir beginnt zu kribbeln.
Und da stehe ich, die Sonnenstrahlen malten zwischen den nackten Bäumen ein magisches Bild für mich, richtig eisig kalt ist es, der Boden gefroren und die Blätter sind umhüllt von schönsten Eiskristallen.
Es ist noch Winter, man spürt es, alles scheint noch zu ruhen, wohlwissend das im Bauch der Erdenmutter unlängst die Samen sich regen, allmählich in ihrer ganz eigenen Zeit erwachen. Ein Vogel zwitschert mir zu, anders als sonst, er trägt das Lied des baldigen Frühlings schon irgendwie flüsternd in sich. Bald feiern wir das Lichtfest und die Keimzeit, die Erde ist Schwanger, wir treten bald ein in die Schwellenzeit, heute sehr spürbar für mich.
Mein Blick streift über die Erde, welch Schönheit, ich bleibe stehen berühre ihren Bauch, streichle ihn, flüstere ihr liebevolle Worte zu. Ich bemerke wie sich inmitten des gefrorenen Bodes erste Pflänzchen zeigen, die Erde durchbrechen. Mein Herz ist jedes Jahr so ergriffen , so berührt davon, welch Lebenswille, welche Schöpfungskraft, welch großes JA zum Leben. Sie wissen wann es die rechte Zeit ist emporzukommen, welch Mut. Bald sehen und spüren wir dieses aufkeimen, dieses spriesen überall. Doch noch ist Winter, wir dürfen noch ruhen und unsere Samen hüten und nähren.
In der tiefsten Kälte jedoch steigt ein neues Leuchten aus dem heiligen Schoß der Erdenmutter empor. Danke für diese Botschaft die du mir in diesem Moment geschenkt hast, ich nehm dich mit in mein Herz, in mein Leben, tief berührt, reich im Herzen, voller Demut. Danke.






